Teil 1 | My Berlin: Zu Besuch im Wirtschaftsprüferhaus

Berlin ist bekanntlich immer eine Reise wert und auf meinen Besuch in der Hauptstadt traf dies in jeder Hinsicht zu.

Auf Einladung der Wirtschaftsprüferkammer (WPK) kam ich am letzten Tag des Monats August im Tiergartenviertel an und fand mich zwischen den nordischen Botschaften und den Botschaftsgebäuden von Mexiko, Syrien und Korea wieder. Eine besondere, fast eigentümliche Atmosphäre nahm ich dort wahr…

Mit Freude nutzte ich die willkommene Gelegenheit, das Wirtschaftsprüferhaus einmal von innen kennenzulernen. Erst im obersten Stockwerk fällt auf, dass das Haus ähnlich wie ein großes Schiff gebaut ist und die Treppengeländer wie eine Reling anmuten. Eine spannende, ansprechende Architektur. Ich stelle mir vor, dass ein derart gestalteter Raum für Dialog und Begegnungen öffnet.

 Im persönlichen Gespräch mit dem Geschäftsführer der WPK, Herrn Dr. Hüning, WP/StB. und Stabstellenleiter Öffentlichkeitsarbeit, Herrn Thorn, RA tauschten wir uns über die aktuellen Trends im wirtschaftsprüfenden Beruf aus:

Nachhaltigkeitsberichtserstattung, der Einfluss von Private Equity im Berufsstand und mein Leib- und Magenthema: Engpassberuf Wirtschaftsprüfer/innen, Nachwuchs- und Fachkräftesorgen der Branche.

Eine Zahl war mir neu: Jedes Jahr absolvieren etwa 400 neue Anwärter/innen das Berufsexamen und können so zum/r Wirtschaftsprüfer/in bestellt werden. Viel oder wenig angesichts der rund 15.000 Berufsträger/innen? Eher (zu) wenig…

Reformansätze sollen dabei unterstützen, das Berufsexamen attraktiver zu machen.

Besonderes Augenmerk verdient aus meiner Sicht die folgende Informationsbroschüre: „Wirtschaftsprüfer – (d) ein Traumberuf“. Informationen für Schülerinnen und Schüler“

herausgegeben von der WPK im Januar 2026.

Eine wertvolle Anregung für den gerade entstehenden Wegweiser

Mach dich schlau:  Step by Step in die Steuerberatung
Dein Wegweiser & Karrierekompass 2026/27
Einstieg, Anbieter, Perspektiven/Karriere & Fördermöglichkeiten –

Herausgeber: Förderverein FFSB e.V.  kostenlose Broschüre und kostenloser Download voraussichtlich im Herbst verfügbar. Ich informiere.

Zum Ausklang dieses interessanten und ergiebigen Nachmittags entdeckte ich einen nah gelegenen schönen Berliner Biergarten und ließ nochmals eine Frage im gemeinsamen Gespräch Revue passieren:

Nutzen Wirtschaftsprüfungskanzleien schon ausreichend die Bindungskraft von Benefits? Und gibt es große Unterschiede für kleine und mittlere, gar große Einheiten?

Meine Einschätzung dazu: Es ist nicht die Kanzleigröße, die darüber entscheidet. Entscheidend ist, die angebotenen Benefits passend zur Kanzleikultur auszuwählen und nicht als „Nice-to Have“, sondern als strategischen Baustein einzusetzen beim Gewinnen und Binden der guten „Köpfe“ im eigenen Haus.

Im zweiten Teil erwarten Sie meine Eindrücke beim Besuch meines Verlages Duncker & Humblot in Berlin-Steglitz.

So viel sei schon verraten:

Das alt ehrwürdige Verlagsgebäude befindet sich auf einer Anhöhe inmitten eines wunderbaren Gartens. Dass dort täglich mindestens ein Buch entsteht, vermutet man angesichts der ruhigen Lage innerhalb eines gehobenen Wohngebietes kaum. Freuen Sie sich auf Teil 2 am kommenden Freitag.

 

Goldene September-Grüße

Britta v. Bezold

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